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Aktuelle Pressemitteilung zur Pyrmonter Welle

02.07.2020
Start der Hallenbadsaison voraussichtlich im September & Stellungnahme zur Petition
                         

Die Stadtwerke Bad Pyrmont sind als regionales Unternehmen für die sichere Versorgung der Bürger mit Wasser, Strom und Gas bei Tag und Nacht sowie widrigen Witterungsumständen verantwortlich. Zusätzlich ist der Energieversorger zuständig u.a. für die Pyrmonter Welle, das Parkhaus und die E-Mobil-Ladeinfrastruktur in Bad Pyrmont. Als GmbH ist das Stadtwerk einer der größten Gewerbesteuerzahler in der Region und der wirtschaftlichen Balance verpflichtet. Dadurch werden direkte und sekundäre Arbeitsplätze gesichert, mögliche Überschüsse teilweise an die Stadt ausgeschüttet bzw. dienen der Refinanzierung von Investitionen und ermöglichen die Unterstützung einer Vielzahl von kulturellen und sozialen Projekten.
Am 16. Juni 2020 fand die Übergabe der Unterschriftensammlung statt. Die Stadtwerke haben mit Schreiben vom 23. Juni 2020 an die Petenten eine ausführliche Stellungnahme abgegeben.
Die teilgenommenen Unterstützer der Petition - rund 840 Pyrmonter Bürger - dokumentieren mit ihrem Wunsch nach Öffnung der Freibadsaison die tiefe Verbundenheit mit dieser Freizeitmöglichkeit in der Kurstadt Bad Pyrmont. Das Engagement ist grundsätzlich ein großartiges Bekenntnis zur Pyrmonter Welle. Umso mehr fühlen sich die Stadtwerke als Betreiber der Pyrmonter Welle bestätigt, auch künftig den Betrieb nachhaltig zu gewährleisten - dies ist Anspruch und Herausforderung zugleich. Neben dem mittlerweile jährlich anfallenden Verlust von knapp 1,7 Mio. € für die Pyrmonter Welle wurden in diesem Jahr die Umkleidekabinen und weitere Teilbereiche mit einem Investitionsbetrag von 1,2 Mio. € saniert.

Unbestritten ist, dass das Freibad ein Teil vielseitiger Freizeitmöglichkeiten in Bad Pyrmont ist. Es ist legitimes Recht, dass sich einige Bürger die Öffnung des Freibads wünschen – doch die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei, die Infektionsausbrüche im benachbarten Umfeld verdeutlichen dies. Die Geschäftsführung hat gemeinsam mit Betriebsrat und Belegschaft nach intensiver Ermittlung des Sachverhalts und Beurteilung aller entscheidungsrelevanten Aspekte die daraus resultierende und gut vertretbare Entscheidung für den Ausfall der Freibadsaison getroffen.
Der Betriebsrat als Interessenvertreter der Gesamtbelegschaft hat sich aufgrund der Systemrelevanz der Stadtwerke und den damit einhergehenden langanhaltenden physischen und psychischen Pandemie-Mehrbelastungen für alle Mitarbeiter sowie den erhöhten Arbeitsschutzbestimmungen gegen eine Freibaderöffnung ausgesprochen. Neben dem grundsätzlichen Schutz der unmittelbar Beschäftigten in der Pyrmonter Welle – viele Mitarbeiter gehören zur Risikogruppe – sind auch die mittelbar mit dem Freibad beschäftigten Mitarbeiter nicht einer erhöhten Druck- und Gefährdungssituation auszusetzen. Es ist wesentlich, dass die hohe Qualität im systemrelevanten Kerngeschäft Versorgung erhalten bleibt.

Weitere Schwerpunkte waren in der Abwägung gesundheitliche und wirtschaftliche Aspekte sowie Rechts- und Organisationsfragen. Auch der "Badespaß" wurde dabei umfassend bewertet. Stark eingeschränkte Dusch-, Umkleide- und WC-Möglichkeiten, Sperrung von Rutsche, Sprungturm und Kinderplanschbecken aufgrund von Abstandswahrung sowie begrenzte Anzahl von Gästen im großen Schwimmbecken führen neben weiteren gesundheitsorientierten Sicherheitsauflagen zu erheblich gemindertem Badespaß. In diesem Zusammenhang wurde auch die Freizeitmöglichkeit für Kinder in der Pyrmonter Welle unter dem Gesichtspunkt Infektionsgefahr bewertet. Ein Einlass für Kinder unter 14 Jahre ohne Erziehungsberechtigten ist nicht zu verantworten, da sich Kinder bis zu diesem Alter verständlicherweise mit Abstandsregelungen, Maskenpflicht, etc. schwertun.
Außerdem wird darauf verwiesen, dass benachbarte Freibäder in ihrer Vorgehensweise unterschiedlich zu bewerten sind. Die Individualität eines jeden Freibades ist u.a. im Hinblick auf architektonische Gegebenheiten, Altersstruktur und Vorerkrankungen der Belegschaft sowie gesellschaftsrechtliche Verankerung und damit einhergehende finanzielle Unterstützung durch Kommune, Land bzw. Bund nur schwer vergleichbar.

In diesen besonderen Zeiten und der nach wie vor vorhandenen Infektionsgefahr gibt es jedoch nur schwerlich zu beurteilende "Richtig- oder Falschentscheidungen". Von vielen Bürgern wurde Verständnis und Unterstützung für den Beschluss entgegengebracht. Im Übrigen gehört es zum demokratischen Grundgedanken auch unpopuläre, jedoch vertretbare Entscheidungen zu respektieren und einen achtsamen Umgangston zu wahren.

Die engagierten Mitarbeiter der Pyrmonter Welle und die Geschäftsführung hoffen auf einen positiven Pandemieverlauf mit Aufhebung der derzeit geltenden Auflagen und freuen sich nunmehr auf den Start der Hallenbadsaison im September 2020 mit renovierten Räumlichkeiten im neuen Glanz.



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